Beitrag in Oberösterreich heute vom 10.04.12

Gemeinsam den Alltag leben

In den Einrichtungen St. Vinerius in Nüziders, Kloster Nazareth in Stadl Paura und St. Josef in Gmunden hat die St. Anna-Hilfe das neue Heimkonzept der Hausgemeinschaften bereits umgesetzt. Es basiert auf Erfahrungen aus den Niederlanden und aus Deutschland und wird seit einigen Jahren auch in Österreich von verschiedenen Trägern realisiert.

Wie in einer guten Nachbarschaft

Das Hausgemeinschaftsmodell orientiert sich an den Leitgedanken Alltagsnähe, Normalität und Individualität.

Die älteren Menschen wohnen nicht mehr auf Stationen, sondern in kleinen familienähnlichen Gruppen von zehn bis 15 Personen. Speziell geschulte Betreuungskräfte, so genannte Alltagsmanagerinnen, kümmern sich in der gemeinsamen Wohnküche um Betreuung, Mahlzeit und Haushalt.

Dabei achten sie darauf, die Senioren nach deren eigenen Wünschen so weit wie möglich mit einzubeziehen. Die passionierte Büglerin findet hier ebenso ihr Betätigungsfeld wie der Hobby-Gärtner.

Wie in einer guten Nachbarschaft ergänzen sich die Mitglieder der Hausgemeinschaft gegenseitig mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten. Wer es ruhiger möchte, kann das Geschehen vom Sofa aus beobachten und von dort sehen, riechen und hören, was passiert, oder sich in das eigene Zimmer zurückziehen.

Nähe und Orientierung erfahren

Ansprechpartner für Bewohner, Angehörige und Gäste sind in erster Linie die Alltagsmanagerinnen. Vor allem die dementiell veränderten Senioren profitieren von der ständigen Anwesenheit einer Bezugsperson, finden so menschliche Nähe und Orientierung im alltäglichen Leben.

Professionelle Pflege bei Bedarf

Die benötigten Pflegeleistungen werden auch in der Hausgemeinschaft vom qualifizierten Pflegepersonal geleistet.

Räume zum Wohlfühlen

Zentrum jeder Hausgemeinschaft ist die Wohnküche, zu der ein heller und wohnlich eingerichteter Wohnbereich gehört. Die Bewohner sind willkommen, die gemeinsamen Räume mit persönlichen Gegenständen und Ideen aktiv mitzugestalten. Ziel ist, eine für alle heimelige Atmosphäre zu schaffen. Ein geschützter Garten ermöglicht auch Menschen mit Demenz Orientierung und Mobilität.

Alle Pflegestufen willkommen

Hausgemeinschaften eignen sich für pflegebedürftige ältere Menschen jeder Pflegestufe. Besonders geeignet sind sie für Senioren mit mittlerer bis schwerer Demenz. Ihnen können das Leben in der Hausgemeinschaft und die aktive Teilnahme am Alltag helfen, vorhandene Ressourcen zu erhalten und verschüttete Fähigkeiten wiederzuerlangen.

 

Informationen

Vorarlberg:
Winfried Grath
Projektleitung St. Anna-Hilfe

05574/42177-15

winfried.grath(at)st.anna-hilfe.at

 

Oberösterreich:
Doris Kollar
Regionalleitung St. Anna-Hilfe Oberösterreich

07612/64195-400

doris.kollar(at)st.anna-hilfe.at

Alltagsnähe und Normalität
Alltagsnähe und Normalität
Auch Hobbys können weiterverfolgt werden
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Leben in der Hausgemeinschaft
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