In Farbe getauchte Empfindungen

Vernissage zur Neueröffnung des Cafés


Gute Stimmung am Künstlertisch

Hausleiter Markus Schrott

Silvia Jarnek (rechts) und Ulrike Eschbaumer

Stadträtin Elisabeth Mathis

Gitarrenensemble Lindau

Aquarell von Elfriede Feuerstein

Segelboote, Blumensträuße, Einhörner: Im Malkurs am Seniorenheim Tschermakgarten bringen rund zehn Bewohnerinnen und Bewohner ihre Erfahrungen und Sehnsüchte oder spontane Einfälle aufs Papier. Meist mit viel Farbe und immer begleitet von Maltherapeutin Ulrike Eschbaumer. Anlässlich der Neueröffnung des Cafés Tschermakgarten hat sie Ende Jänner eine neue Sammlung an Werken feierlich eröffnet und rund 50 Gäste, darunter auch Stadträtin Elisabeth Mathis, begeistert.

Bunt und vielfältig leuchten die Werke von den Wänden im Tschermaksaal und im neu eröffneten Café nebenan. Harmonische Farbkompositionen, eine zum Teil eigenwillige Formgebung und fantasievolle Motive laden ein zum Betrachten und Nachsinnen. Seit Herbst 2012 treffen sich bis zu zehn Seniorinnen und Senioren einmal pro Woche vormittags zum gemeinsamen Malen in Aquarell, Öl oder mit Buntstiften. „Manchmal brauche ich nur die Farben auf den Tisch zu stellen. dann greifen die ersten schon zu Pinsel oder Stift“, sagt Mal- und Psychotherapeutin Ulrike Eschbaumer auf der Vernissage, „Zur Inspiration bringe ich aber auch mal eine Schale Obst oder einen Blumenstrauß mit oder lese eine Geschichte vor.“ Sie ehrt jede Künstlerin und jeden Künstler persönlich, beschreibt ihren individuellen Malstil und überreicht Blumen. „Wichtig ist aber nicht nur die Freude an der Farbe, am Tun und am Bild, sondern auch das Beisammensein. Ich lade Sie herzlich ein, kommen Sie, schauen Sie einfach einmal zu“, schließt Eschbaumer und spricht damit auch die Mieterinnen und Mieter der Wohnanlage Brändleparks an, für die sie eine eigene Malgruppe eröffnen möchte.

„Das bringt die Menschen zusammen“
Zuvor schon hat Hausleiter Markus Schrott das „Atelier im Haus“ gewürdigt und das neu eröffnete Café Tschermakgarten mit dem Offenen Mittagstisch vorgestellt (siehe Infokasten). Eingeladen sind Angehörige und Menschen aus der Umgebung, Berufstätige ebenso wie Pensionäre oder Familien, insbesondere aber die Mieterinnen und Mieter des Betreuten Wohnens in der nahen Wohnanlage Brändlepark. „So ein Angebot bringt die Menschen zusammen. Gute Erfahrungen haben wir schon im Stadtteil Vorkloster mit dem Offenen Mittagstisch des Sozialzentrums Mariahilf gemacht“, berichtet Stadträtin Elisabeth Mathis. „Nun ergänzt die Stiftung Liebenau Österreich das Angebot mit einem weiteren Café und Mittagstisch in einem weiteren Bregenzer Stadtteil – das ist toll!“ Nach den Reden eröffnet Pflegedienstleiterin Astrid Voraberger das „malerische Büffet“ und am Künstlertisch wird es voll: Stadträtin, Hausleiter, Pflegedienstleiterin und Maltherapeutin gesellen sich zu den Seniorinnen und Senioren, die stolz eins ihrer Werke für ein Gruppenfoto in die Kamera halten. Das anschließende gemütliche Beisammensein wird durch ein weiteres Stück des Gitarrenensembles Lindau eingeleitet.

(Autorin: Elke Benicke)